Die Entwicklung des Handy

Die Handys oder auch Mobiltelefone haben sich in den letzten Jahren kontinuirlich weiterentwickelt und der Markt boomt. Längst werden diese immer kleiner werdenden Modelle nicht auschliesslich für Telefonate oder SMS verwendet. Sie können einen Walkman ersetzen und werden teilweise auch für das Senden von E-Mails oder das surfen im Internet verwendet. Handys haben sich zu kleinen Allroundern entwickelt, die bei den meisten gar nicht mehr wegzudenken sind.

Die erste Generation der Handys war streng genommen noch kein solches. Die ersten Mobiltelefone waren noch zu schwer und zu groß, um als Handy bezeichnet werden zu können. Allerdings waren sie dafür anfänglich auch nicht vorgesehen. Nachdem die Reichsbahn schon 1918 erste Versuche mit Funktelefonen machte und diese später auch den Reisenden der 1.Klasse angeboten hatte, fand die Funktechnik zunächst ab 1958 mit dem von der Bundespost eingeführten A-Netz den Weg in das Auto.

Wirklich an Fahrt gewann die Entwicklung aber erst mit der Einführung des B-Netzes 1972 und vor allem durch das C-Netz, dass ab 1985 in Deutschland startete und erstmals ohne Regions-Vorwahl auskam. Eine grundlegende Veränderung im Netzbetrieb und bei der Handyentwicklung brachte dann die von der Groupe Spécial Mobile entwickelte digitale GSM-Technik, die zum Standart für das heutige D-Netz (Einführung 1992) und später auch für das E-Netz (1994) wurde. Erst mit der Einführung der digitalen Technik gelang es den jetzt zahlreichen Handyherstellern die Qualität ihrer Produkte so zu erhöhen, dass das Handy für den Massenmarkt tauglich wurde. Externe und unhandliche Antennen verschwanden und die Größe wurde immer weiter reduziert. Möglich wurde die Verkleinerung vor allem durch die verbesserten Akkus, die bei erhöhter Kapazität kleiner und leichter wurden.


Neben der reinen Telefonie wurden zahlreiche weitere Funktionen in die Handys integriert. Ein wichtiger Entwicklungsschritt stellt dabei die Einführung der SMS (Short-Message-Service) da. Der Funktionsumfang erhöhte sich paradoxerweise mit der Reduzierung der Gerätgröße. Funktionen wie Kalender, Wecker, Taschenrechner, Dikiergerät, Adressbuch, Spiele und MMS (Multimedia Messaging Service) gehören heute zu den Standartfunktionen des Handys. Ab 2002 wurde die Geräte vermehrt mit einer integrierten Digitalkamera ausgestattet. Zwei Jahre später fand auch der MP3-Player Einzug in die Handywelt. Aktuelle Trends liegen in den Bereichen GPS (Navigation) und Smartphones, mit denen es möglich ist eMails zu empfangen und zu schreiben und nebenbei im Internet zu surfen. Sicherlich ist damit noch nicht das Ende der Entwicklung erreicht. Jede interessante Technik, die klein genug ist, wird zum nächsten Handytrend.